Die Währung im alten Rom


Die Geschichte des römischen Reiches spiegelt sich auch in der Münzprägung wieder. Auf römischen Münzen waren keine Zahlen oder Werte aufgeprägt. Daher ist uns heute oft unklar, wie groß der Geldwert der Münze war.

Anfänglich gab es wenig Münzen. In Süditalien gab es griechische Silberdrachmen, erst später erschienen eigene Münzprägungen. Die erste Münze As genannt und war aus Bronze. Sie war sehr groß. Da die Münze noch kein Geldsymbol war, entsprach sie ihrem vollen Gegenwert in Metall. Die ersten Münzen wogen soviel wie ein ganzes römisches Pfund (326 Gramm). Aus praktischen Gründen wurde das As kleiner und wog zuletzt nur noch ca. 14 Gramm. Dieser Wandel kennzeichnet den Übergang zu echtem Geld mit symbolischem Wert.

Ab dem 3.Jahrhundert v. Chr. erfolgte die erste Prägung einer Silbermünze. Man nannte sie Silberdenar. Zunächst blieb der so genannte Silberdenar die Basis der römischen Währung. Dieser wurde allerdings 200 v. Chr. noch einmal in 12 Bronze As unterteilt.

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In den Anfängen der Münzprägung wurden oft Motive der römischen Geschichte verwendet. Ab dem 2. Jahr. V. Chr. entdeckte man das Geld auch als Propagandaträger. Man bildete den jeweiligen Kaiser mit seinem politischen Dogma auf den Münzen ab. Auch findet man auf den Münzen die Buchstaben SC (senatus consulto), die bedeuten, dass die Münzen auf Geheiß des Senats geprägt worden sind.

Um 214 n. Chr. unter Kaiser Antoninus, der auch als “Caracalla” bezeichnet wird, wurde der Doppel-Denarius bzw. “Antoninianus” herausgegeben. Der Grund für die neue Münze war die Inflation. Der Silbergehalt in dieser Münze wurde immer geringer, zuletzt war es eine Kupfermünze mit hauchdünner Silberplattierung, die sich rasch abnutzen konnte.

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Seit dem Ende des 3. Jh. n. Chr. wurden zahlreiche Geldreformen durchgeführt, aufgrund der wirtschaftlichen Rezession und der raschen Geldentwertung. Das Reich wurde mit minderwertigen Münzen geradezu überschwemmt. Es gab den “Gold-Solidus” und die “Silber-Siliqua”, beides waren jedoch nur silberplattierte Kupfermünzen.

In der spätrömischen Zeit kam eine rasende Inflation auf. Zahlreiche Übergriffe, Plünderungen sowie Raubzüge der Barbaren in den Grenzgebieten des Imperiums hatten zu einem Klima politischer Instabilität geführt. In dieser Zeit vergruben viele Menschen große Mengen an Geld, oft Tausende von minderwertigen Bronzemünzen, die man heute als preiswerte Römermünzen allerorten kaufen kann.

In dieser Zeit kam die Sitte auf, das Kürzel der Prägewerkstatt des Prägeortes auf die Münzen zu prägen. Seit Konstantin I. verschwanden heidnische Motive von den Kehrseiten der Münzen. Jetzt wurden häufig Armee- und Kriegsmotive verwendet.

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