Die Provinzen zur Zeit Trajans 117 nach Christi


Mit der Eingliederung der Provinz Dakien in das Imperium und der Konstituierung der Provinzen Armenien, Mesopotamien und Assyrien ereichte das römische Reich unter Kaiser Trajan seine größte territoriale Ausdehnung, Bereits seit dem 3. Jh. v. Chr. waren alle dem Reich einverleibten Gebiete außerhalb Italiens als geographisch genau fixierte Provinzen organisiert worden. Caesar Gallienkriege, die Eroberungen Ägyptens, Germaniens und des Donauraumes in der Zeit des Augustus und der Britannienfeldzug des Claudius waren bis zu Trajans Feldzügen die Eckpfeiler der römischen Expansion.

Provinzen waren zunächst allein dem Senat unterstellte, auf lokaler Ebene weitgehend autonome Verwaltungseinheiten, die von zeitlich wechselnden Statthaltern regiert wurden und die gegenüber Rom steuerpflichtig waren. Die Bürger der Provinzen besaßen im Vergleich mit denjenigen Italiens bis zum Jahr 212 n. Chr. ein minderes Bürgerrecht.

Die gesetzlichen Grundlagen, die Zuordnungen und die Gebietszuschnitte der Provinzen wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrfach revidiert. 27 v. Chr. wurde das Reich in kaiserliche und senatorische Provinzen geteilt. Der alte Kern des Reiches, die Gebiete in Griechenland, Kleinasien, Südgallien und Nordafrika bildeten die senatorischen Provinzen. In ihnen standen keine Truppen und sie wurden von einem jährlich wechselnden Proconsul regiert. Die Provinzen an den Randzonen des Reiches waren das Aktionsgebiet des Militärs. Sie unterstanden direkt dem Kaiser und wurden von einem kaiserlichen Gesandten verwaltet. In jeder Provinz erhob, unabhängig von ihrem Status, eine Finanzprocurator die Steuern.

1 Baetica
Der römische Besitz auf der Iberischen Halbinsel begann mit dem zweiten punischen Krieg, als Scipio Aficanus weite Teile des karthagischen Landes eroberte. Ein Resultat war die Gründung der Provinz Hispania Ulterior im Jahre 197 v. Chr.Danach wurde die Provinz allmählich vergrößert, da zusätzliches Territorium von den spanischen Stämmen erobert wurde. Im Jahre 13 n. Chr. im Rahmen von Augustus Verwaltungsreformen wurde Hispania Ulterior in die Provinzen Baetica and Lusitania gespaltet.
2 Lusitania
Lusitania war eine römische Provinz, die ungefähr das heutige Portugal (bis hinauf zum Douro) sowie Teile des westlichen Spanien umfasste und die ihren Namen nach ihren Einwohnern hatte, den Lusitanern. Sie wurde im Jahr 15 v. Chr. – ebenso wie die neue Provinz Baetica – aus der bisherigen Provinz Hispania ulterior ausgegliedert und den senatorischen Provinzen zugeordnet.Unter Diokletian behielt Lusitania seine Grenzen bei und wurde anfangs von einem praeses, später von einem consularis regiert. Die wirtschaftliche Bedeutung Lusitanias lag in seinen Silber- und Eisenvorkommen, die bei den Römern sehr begehrt waren.
3 Tarraconesis
Hispania Tarraconensis, später einfach Tarraconensis, war eine römische Provinz im heutigen Spanien und Portugal. Sie umfasste den Norden und den Osten der Halbinsel und Nordportugal bis zum Douro.Mit Provinzreform des Augustus wurde die Provinz Hispania citerior, die in der Republik von einem Proconsul regiert wurde, durch die kaiserliche Provinz Hispania Tarraconensis ersetzt. Die Hauptstadt war Tarraco, heute Tarragona in Katalonien. Sie wurde von Kaiser Diokletian bei seiner Regionalreform um die Teile Carthaginensis (mit der Hauptstadt Nova Carthago, Cartagena, im Süden) und Gallaecia (Galicien) im Nordwesten reduziert, und der Diözese XV (Hispaniae) zugeschlagen. Sie bestand dann bis zu den Invasionen des 5. Jahrhunderts, die im Jahr 409 begannen und die Basken und Kantabrer zu Revolten ermutigten, und wurde mit der Errichtung des Königreichs der Westgoten aufgelöst.Der Krieg gegen die Kantabrer (29 v. Chr. – 19 v. Chr.) brachte auch den letzten Rest der Halbinsel unter römische Herrschaft, also auch die Pyrenäen und Galizien, die danach beide zu Hispania Tarraconensis gehörten.
4 Narbonensis
Gallia Narbonensis oder kurz Narbonensis ist der kaiserzeitl. Name der römischen. Provinz zwischen Pyrenäen, Cevennen und Alpen, der Saônemündung und dem Mittelmeer; in spätrepublikanischen Zeit wurde das Gebiet Gallia Transalpina genannt, d.h. jenseits der Alpen liegendes Gallien.125-118 v. Chr. erobert, 22 v.Chr. von Augustus dem Senat zugesprochen und von einem Prokonsul mit Sitz in Narbo (Narbonne) verwaltet. Die Provinz wurde rasch und tiefgreifend urbanisiert und romanisiert; sie stellte viele Senatorenfamilien. Ende des 3. Jh. wurde sie in die drei Provinzen Narbonensis prima, Narbonensis secunda und Viennensis aufgeteilt.
5 Aquitania
Aquitanien, welches bereits zur Zeit Julius Caesars römisch geworden war, wurde Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. römische Provinz (Gallia Aquitania) und behielt diesen Status bis zum Ende des weströmischen Reiches.418 waren in Aquitanien die Westgoten vertraglich angesiedelt worden, wobei dies im Einklang mit der gallorömischen Oberschicht geschah, die sich Schutz vor den weniger von Rom geprägten Barbaren erhofften. Nach der Mitte des 5. Jahrhunderts brach jedoch die, ohnehin nur noch schwach ausgeprägte, römische Oberherrschaft zusammen. Die Westgoten beherrschten diesen Raum bis 507, als sie von den Franken nach Süden abgedrängt wurden.
6 Lugdunensis
Gallia Lugdunensis, später nur noch Lugdunensis genannt, war eine der drei römischen Provinzen, die bei der Aufteilung Galliens durch Kaiser Augustus entstanden; die beiden anderen waren Gallia Belgica im Nordosten und Gallia Aquitania im Südwesten.Lugdunensis umfasste die Mitte des heutigen Frankreich von der Bretagne und der Normandie, fast den gesamten Einzugsbereich von Loire und Seine bis ins Tal der Rhône bei Lyon, das unter dem Namen Lugdunum die namensgebende Hauptstadt der Provinz war.

Der westliche Teil von Lugdunensis bildete um 475 das Reich des Syagrius und ging 486 an die Franken über, der östliche das Kerngebiet des Reichs der Burgunder, das erst ab 532 an die Franken fiel.

7 Belgica
Gallia Belgica, später nur noch Belgica genannt, war eine der drei römischen Provinzen, die bei der Aufteilung Galliens durch Kaiser Augustus entstanden; die beiden anderen waren Gallia Lugdunensis in der Mitte und Gallia Aquitania im Südwesten.
Belgica umfasste den Norden und Osten des heutigen Frankreich, das westliche Belgien, die Westschweiz und den Jura bis zum Genfersee (Lacus Lemanus) hinunter, sowie das Einzugsgebiet der Mosel bis etwa 50 Kilometer vor der Mündung in den Rhein. Hauptstadt der Provinz war Durocortorum (Reims).Bis zur Einrichtung der östlich angrenzenden Provinzen Germania Superior und Germania Inferior war der Statthalter Belgicas auch für die Sicherung der Rheingrenze zuständig.

Der westliche Teil von Belgica wurde zum Kerngebiet des Fränkischen Reichs, während der Ostteil von den Alamannen besetzt wurde.

8 Britannia
Britannien (lat.: Britannia) ist die antike Bezeichnung für das Gebiet des heutigen, damals noch von Kelten bewohnten, Großbritanniens. Es umfasst das heutige Cornwall, England, Wales und Schottland, wird aber zuweilen im deutschsprachigen Raum auch für die gesamten britischen Inseln benutzt.Der Name ‘Britannia’ stammt vermutlich vom altirischen ‘brith-’ bzw. ‘breith-’, was so viel wie ‘tätowiert’ bedeutet. Oder von ägypt. ‘preton’ für ‘Importzinn’. Wurde von den Römern als Name der von ihnen besetzten Provinz auf der britischen Insel verwendet. Die Provinz wurde 43 n.Chr. von Kaiser Claudius erobert. Im Jahr 410 wurden die letzten römischen Truppen abgezogen.
9 Germania Inferior
Germania Inferior (“Niedergermanien”) war eine römische Provinz, westlich des Rheins gelegen. Sie umfasste Teile der heutigen Niederlande und des nordwestlichen Deutschland. Die Provinz wurde im Jahr 89 n. Chr. errichtet; vorher (seit Augustus) gab es einen entsprechenden Heeresbezirk, der verwaltungstechnisch ursprünglich zu Gallien gehörte. Die Hauptstadt der Provinz war Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln).
10 Germania Superior
Sie umfasste Teile der Schweiz, Frankreichs und des südwestlichen Deutschlands. In der Antike grenzte sie im Norden an die Germania Inferior, im Osten an die Gallia Belgica und Gallia Lugdunensis, im Südwesten an die Gallia Narbonensis und im Südosten an die Raetia.Der Statthaltersitz der Provinz war Moguntiacum, das heutige Mainz.

Spätestens mit den augusteischen Feldzügen fielen die linksrheinischen Gebiete in die ordnende Hand der Römer, die sie in der ersten Zeit militärisch verwalteten. Wie Germania Inferior wurde die zivile Provinz unter Domitian eingerichtet.

Aufgrund der Lage an der Grenze des römischen Reichs waren hier römische Truppen stationiert. Legionen waren in Mainz/Moguntiacum, Straßburg/Argentorate und zeitweise Windisch/ Vindonissa stationiert, außerdem Hilfstruppen am obergermanischen Limes.

11 Langobardi / Cherusci / Sugambri
12 Raetia
Raetia (oder Rätien) war eine Römische Provinz. Sie reichte vom Bodensee bis zum AENUS (Inn) und unterteilte sich in RAETIA PRIMA (südlicher Teil) und in RAETIA SECUNDA (nördlicher Teil). Zwischen Kelheim und BOIODURO Passau war die DANUVIS (Donau) die Staatsgrenze und zugleich Verteidigungslinie nach Germanien. Westlich davon, zog sich der von Vespasian errichtete Limes entlang der Grenze in nordwestlicher Richtung. Der raetische Teil des Limes war ca. 166 km lang und diente als Schutz gegen die Germanen.
13 Italia
14 Sicilia
15 Sardinia und Corsica
Sardinia et Corsica wurde nach dem 1. Punischen Krieg 237 v. Chr. von Karthago offiziell an Rom übergeben und 227 v. Chr. nach Sicilia zur zweiten Provinz erklärt. Vor der Übergabe war die spätere Provinz in einem Vertrag zwischen Rom und Karthago zu entmilitarisiertem neutralem Gebiet erklärt worden, was Aufstände gegen Karthago provoziert hatte.456 wurde die Insel von den Vandalen erobert und die römische Zeit beendet.
16 Alpes Penninae
17 Alpes Cottiae
Alpes Cottiae war eine römische Provinz und gehörte zu den Alpenprovinzen des Römischen Reiches, deren wichtigste Aufgabe die Sicherung der Verbindungswege über die Alpenpässe war. Für die Alpes Cottiae war das die Route über den Mt. Genevieve.Die Provinz ist benannt nach Cottius, einem lokalen Ligurerfürsten, dessen Herrschaftsgebiet unter Augustus in das römische Reich eingegliedert wurde. Die Statthalter der Provinz waren Präfekten aus dem Ritterstand.
18 Alpes Maritimae
Sie erstreckte sich von Mittelmeerküste zwischen dem heutigen Nizza und Monaco weit ins Landesinnere hinein. Der Unterlauf des Varus (Var) war Grenzfluss im Westen, die Quellen des Po gehörten im Norden noch dazu, ebenso wie der Osthang des Caenia Mons (Mont Pelat, 3053 m) und der Südhang des Vesulus Mons (Monte Viso, 3841 m).Alpes Maritimae wurde nach der römischen Unterwerfung ligurischer Stämme im Sommer 14 v. Chr. unter der Verwaltung eines ritterlichen Präfekten eingerichtet. 63 n. Chr. erhielt die Provinz das latinische Recht und fortan übte ein Prokurator (praeses) die administrative Macht aus.
19 Noricum
Noricum war eine Provinz des Römischen Reiches. Es entspricht ungefähr den heutigen österreichischen Bundesstaaten Kärnten und Steiermark. Angrenzend waren Raetia im Westen, Pannonia im Osten und Dalmatia im Südosten. Im Süden befand sich das italienische Kernland, im Norden die mit der Donau zusammenfallende Grenze des Imperiums.Die ursprüngliche Bevölkerung waren Illyrer, die im 3. Jahrhundert v. Chr. durch keltische Einwanderer verdrängt wurden. Die Römer nannten das hier ansässige keltische Volk Norici, nach ihrer Siedlung Noreia (das heutige Neumarkt in der Steiermark).

Noricum wurde im Jahr 16 v. Chr. Teil des römischen Reichs. Zunächst behielt es eine eingeschränkte Autonomie als tributpflichtiges Fürstentum, doch unter dem Kaiser Claudius wurde es endgültig römische Provinz (um 40 n. Chr.).

20 Pannonia
Pannonien (lat. Pannonia) war eine Provinz des Römischen Reiches, eingegliedert 6-9 n.Chr. Der Name ist von dem damals dort lebenden Volk der Pannonier abgeleitet. Die Provinz Pannnonien umfasste die westliche Hälfte des heutigen Ungarn, das Burgenland, Teile des Wiener Beckens sowie das zwischen Drau und Save gelegene Gebiet des heutigen Slowenien. Die Hauptstadt von Pannonia war Carnuntum. 433 wurde Pannonien an die Hunnen abgetreten.
21 Dalmatia
Im Jahre 156 v. Chr. wurden die Dalmatiner zum ersten Mal von einer römischen Armee angegriffen und unterworfen. Sie wurden tributpflichtig, aber erst unter Augustus (31 v. Chr.-14 n. Chr.) wurde das Land annektiert, nachdem die letzte von zahlreichen bemerkenswerten Revolten durch Tiberius im Jahre 9 unserer Zeitrechnung niedergeschlagen wurde. Dem folgte die vollständige Unterwerfung und die Übernahme der lateinischen Zivilisation, welche auf ganz Illyrien übergriff.Der Zusammenbruch Westroms überließ 476 bis 535 diese Region den gotischen Herrschern Odoaker und Theoderich dem Großen. Die Gotenherrschaft endete als Justinian I. Dalmatien Ostrom einverleibte.
22 Dacia
Die Daker wurden von den Römern schon früh als Bedrohung angesehen, da sie im Gegensatz zu anderen Stämmen relativ geeint waren. Von mehreren Seiten durch mächtige Gebirge geschützt, konnten die Daker im Notfall auch auf zahlreiche Verbündete im Norden und Westen ihrer Siedlungsgebiete zurückgreifen. Als im Jahre 86 der dakische Thron durch Decebalus besetzt wurde, der sich stark für die Einheit der Stämme nördlich der Donau einsetzte, erkannten die Römer schnell, dass ein solcher Einigungsprozess die Schaffung eines mächtigen neuen Staates bedeutet hätte. Schon Domitian versuchte, diese Bemühungen mit seinen sog. “Donaukriegen” (85 – 89) zu verhindern, konnte aber keine nennenswerten Erfolge erzielen. Auch Nerva blieb erfolglos. Erst Trajan konnte nach einem blutigen Krieg (101 – 102) die dakischen Kräfte zerschlagen. Decebalus versuchte, ergrimmt über harte Bedingungen des Waffenstillstandes, seine Verbündeten zu einem Racheschlag zu sammeln. Trajan reagierte mit einem heftigen Angriff (105 – 106), an dessen Ende der Selbstmord des Decebalus und die Eroberung der dakischen Gebiete standen. In einem auf den 11 August 106 datierten Militärdiplom (in Porolissum gefunden) wird Dacia als römische Provinz genannt. Die von Trajan nach Rom geschleppte Kriegsbeute soll 331 Tonnen Silber und 165 Tonnen Gold betragen haben, eine höchst willkommene Finanzspritze, die u.a. für den Bau des Trajansforums benutzt wurde. Bis auf die Markomannenkriege des Mark Aurel blieb die Provinz weitestgehend friedlich, bis 235 starke barbarische Kontingente sich wieder zum Angriff auf die Provinz sammelten. Nach ihrem Angriff 238 wurden fast ununterbrochen heftige Kämpfe geführt. Schlussendlich sah Kaiser Aurelian sich gezwungen, die römischen Streitkräfte aus dem Gebiet zurückzuziehen.Unter Konstantin I. wurden Teile Dakiens wieder zurückerobert; diese gingen jedoch bald wieder verloren.
23 Moesia
Moesia (Mösien) war eine von Thrakern bewohnte Region in Südosteuropa, südlich der Donau. Im Jahre 29 wurde es von den Römern erobert und später in eine Römische Provinz umgewandelt. Diese umfasste die heutige Staaten Serbien und Bulgarien.
24 Thracia
25 Macedonia
26 Epirus
27 Achaea
28 Asia
Asia war eine Provinz des römischen Reiches , die den Westen Kleinasiens in der heutigen Türkei umfasste. Sie war ursprünglich das Gebiet des Königreichs Pergamon , das 133 v. Chr. durch Erbschaft an Rom fiel. Die genauen Grenzen der Provinz wurden mehrmals geändert. In der Kaiserzeit gehörte Asia zu den Provinzen, die durch einen vom Senat entsandten Statthalter verwaltet wurden.Asia galt als eine der bedeutendsten und reichsten Provinzen des römischen Reiches, vor allem durch die große Zahl der dort liegenden Städte. Hauptstadt (Sitz des Prokonsuls) war Ephesos ; weitere bedeutende Städte waren unter anderem Pergamon , Smyrna und Milet . In den Städten lebten überwiegend Griechen ; auf dem Land gab es auch noch eine nennenswerte vorgriechische Bevölkerung. Die Provinz wurde bereits relativ früh christianisiert und das Heidentum auf das offene Land zurückgedrängt.
29 Bithynia
30 Galatia
31 Lycaonia
32 Lycia
33 Pisidia
34 Pamphylia
35 Cyprus
58 v. Chr. gelangt die Insel unter römische Herrschaft. 22 v. Chr. wird sie römische Provinz unter einem Prokonsul. Durch Paulus von Tarsus und Barnabas gelangt ca. 46 n.Chr. das Christentum nach Zypern. Bei der Teilung des Reiches wird die Insel 395 dem Oströmischen Reich zugeschlagen. Die Zyprisch-Orthodoxe Kirche erhält 431 auf dem Konzil von Ephesus als erste Kirche die Autokephalie, d.h. Selbstverwaltung und Unabhängigkeit von den fünf Patriarchaten, zugesprochen. Das Oströmische Reich beherrscht die Insel bis 1184. Die folgende kurze Phase der Unabhägigkeit wird 1192 durch die Kreuzritter beendet.
36 Cilicia
37 Cappadocia
38 Pontus
39 Armenia Inferior
40 Sophene
41 Osroene
42 Commagene
43 Armenia
44 Assyria
45 Mesopotamia
46 Syria
47 Judäa
Judäa bzw. in lateinischer Form Iudaea war zunächst ein von Rom abhängiges Königreich, dann eine Provinz des römischen Reiches. Es wurde 63 v. Chr. aus Ländern gebildet, die Pompeius erobert hatte: Syrien und das Land südlich davon bis nach Ägypten. Es umfasste das alte Königreich Juda.Pompeius unterstellte das Königreich dem Prinzen und Hohepriester Hyrcanus. Als Pompeius von Caesar besiegt wurde, folgte auf Hyrcanus sein Höfling Antipater. Caesar und Antipater wurden 44 v. Chr. ermordet, und Herodes wurde 41 v. Chr. römischer Gouverneur (Tetrarch). 37 v. Chr. wurde er König (basileus) von Judäa und machte sich einen Namen als Herodes der Große. Unter seiner Regierung wurde der große Hafen von Caesarea Maritima errichtet. Er starb 4 v. Chr.; sein Königreich wurde unter seinen Söhnen aufgeteilt. Unter diesen war Herodes Archelaus, der Judäa von 4 v. Chr. bis 6 so herunterwirtschaftete, dass er durch den römischen Kaiser Augustus entlassen wurde.

Das Königreich Judäa wurde nun Teil einer größeren römischen Provinz, ebenfalls Judäa genannt, bis 41, als Kaiser Claudius Herodes Agrippa zum König machte. Agrippa I. starb 44 und die Provinz wurde wieder der römischen Kontrolle unterstellt. Zwischen 48 und 54 wurde die Provinz dem Sohn Agrippas Marcus Julius Agrippa teilweise wieder unterstellt. Während der Regierung Agrippas des Jüngeren wurde die Gegend durch Kämpfe mit Rom und einem Einmarsch Vespasians zerstört. Als er ca. 100 starb, wurde das Gebiet wieder dem römischen Reich unterstellt.

48 Arabia Petraea
49 Aegyptus
50 Cyrenaica
51 Numidia
52 Africa
Africa war in der Antike der lateinische Name für den Erdteil Afrika, besonders jedoch für die römische Provinz Africa. Diese wurde nach den Punischen Kriegen im Jahre 146 v. Chr. eingerichtet. Die Provinz umfasste das heutige Tunesien und Teile Libyens, zeitweise auch Algerien (Mauretanien) und Teile Marokkos.Hauptstadt der römischen Provinz Africa proconsularis (eingerichtet 25 v. Chr unter Augustus, welche die alte Provinz Africa vetus mit anderen Gebieten vereinigte) war Karthago. Unter Diokletian wurde die Provinz dreigeteilt: in Africa proconsularis, in die Byzacena und die Tripolitiana.

Die Provinz galt allgemein als eine der reichsten des Römischen Reiches und als Kornkammer des Westreiches; Karthago gar als die zweitgrößte Stadt des Westens, gleich nach Rom. Ihre Blütezeit fiel ins 2. und 3., teilweise auch ins 4. Jahrhundert (siehe auch Augustinus). Die Severer stammten ursprünglich aus Leptis Magna, einer Stadt in der Provinz Africa.

Die Provinz fiel in den 30er Jahren des 4. Jahrhunderts an die Wandalen, wurde von dem oströmischen General Belisar jedoch 533/34 zurück erobert und fiel um die Mitte bis zum Ende des 7. Jahrhunderts an die Araber. Damit war die Geschichte der römischen Provinz Afrika endgültig beendet.

53 Mauretania
54 Baleares

 

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